Wo wir grad so schön bei Copyrights sind: "put.io aus der Türkei ist ein neuer Dienst, der die Herzen von Power-Leechern mit Affinität für Filme und Alben höher schlagen lassen dürfte - und der die Fantasie darüber anregt, wie Inhalteanbieter illegale Downloads monetarisieren könnten."
- Hartmut Ulrich
Es mag so einigen nicht schmecken, nein anders, es SCHMECKT einer ganzen Menge von Leuten nicht, dass im Zeitalter des Internet die beste Idee tatsächlich darin zu bestehen scheint, seine Ideen nicht mit Messern zu Zähnen zu verteidigen, sondern sie vielmehr zu verbreiten und alte Ideen dadurch zu schützen, indem man sie umgehend durch neue ersetzt. Ein interessanter Artikel von Marketingguru Seth Godin, auch wenn der Gedanke alles andere als neu ist - und wenn das Problem vermutlich weitaus mehr ein Generationsproblem ist als etwas, das sich so einfach mit Bewusstsseinswandel lösen lässt.
- Hartmut Ulrich
Kathrin Passig beschäftigt sich in ihrer Internetkolumne auf online-merkur.de mit der reflexhaften Ablehnung alles Neuen: "Wenn es zum Zeitpunkt der Entstehung des Lebens schon Kulturkritiker gegeben hätte, hätten sie missmutig in ihre Magazine geschrieben: »Leben – what is it good for? Es ging doch bisher auch so.« " Ein ebenso amüsanter wie scharfsinniger Blick auf das Internet und das Neue, das sich damit verbindet.
- Hartmut Ulrich
"Die Crowdsourcing-Kampagne für die neuen Peperami-Ads hat in den USA, vor allem in der dortigen Agentur- und Werbeszene, mächtig für Wirbel gesorgt. Warum? Weil Unilever, denen die Marke Peperami gehört, die Zusammenarbeit mit der namhaften Agentur Lowe, die den Peperami-Character, der in jeder Werbung auftaucht, erfunden hatte, beendete und nun auf Crowdsourcing setzt. Das sorgte für Entsetzen und für lebhafte Diskussionen." Viele Ideen klingen zu schön, um wahr zu sein, auch die Idee, das kreative Netzwerk ließe sich ziegerichtet beliebig erweitern, ohne damit die Probleme auf ganz andere Felder zu verlagern - und auch, ohne angemessen dafür bezahlen zu müssen. Auf jeden Fall ist dieses Crowdsourcing ein Thema, das man schon mal differenziert betrachtet haben sollte, bevor der erste Kunde mal genauer nachfragt. Artikel auf Social Network Strategien.
- Hartmut Ulrich
Prof. Dr. Matthias Fank, FH Köln, Fakultät für Informations- und Kommunikationswissenschaften zur Social-Media-Studie 2009: "Bereits 2008 habe ich Blog- und Forenbetreiber nach Ihrer Sicht der Dinge befragt. Die Bereitschaft, an der Studie teilzunehmen war enorm und die Ergebnisse äußerst interessant. Daher lag die Idee nahe, in 2009 eine weitere Studie durchzuführen, die nun vorliegt und kostenlos auf der Website der infospeed GmbH herunter geladen werden kann." via marketing-blog.biz
- Hartmut Ulrich
In seinem neuen Buch beklagt Frank Schirrmacher die Überforderung durch das Internet. Nun übt der Psychologe Peter Kruse heftige Kritik an den Thesen des Autors: "Herr Schirrmacher begeht in seinem Buch einen erstaunlichen Denkfehler durch die Einseitigkeit der von ihm gewählten Perspektive: Er betrachtet die digitale Welt ausschließlich aus dem Blickwinkel einer Person, die das Geschehen als distanzierter und bewertender Beobachter erlebt. Wer sich nicht selbst in den Netzwerken bewegt und sie als eine schwer zu ertragende Kakophonie empfindet, der fühlt sich logischerweise schnell überfordert und vielleicht sogar aggressiv belästigt. Mit seinem Buch outet sich Herr Schirrmacher als fremdelnder Netzwerk-Besucher, als Zaungast, der einer wilden Party gleichermaßen neugierig wie irritiert aus der Ferne zuschaut." - Beitrag von Johannes Kuhn auf sueddeutsche.de
- Hartmut Ulrich
Als Googles Browser Chrome Anfang September 2008 in seiner ersten (noch unbefriedigenden) Version vorgestellt wurde, geisterten sofort heftige Expertendiskussionen durchs Netz, ob dies nun das Ende der Betriebssysteme sei. "Netzökonom" Holger Schmidt fasst in wenigen Sätzen zusammen, warum Chrome OS nun nicht nur die Bestätigung dieser These ist, sondern auch auf dem besten Weg, Betriebssystemen alter Machart den Garaus zu machen.
- Hartmut Ulrich
"Das Zeitalter privatisierten Wissens ist vorbei. Das Zeitalter kapitalisierter Texte ist vorbei. Das Zeitalter des Bildungsadels und des Meinungsklerus ist vorbei. Das Zeitalter der zentralisierten Massenmedien ist vorbei. Das Zeitalter der fremdbestimmten und extrinsichen Bildung und Erziehung ist vorbei. Das Zeitalter des Kulturkanons ist vorbei." Interessante Gedanken über Google und Bildungsverständnis. Von Benjamin Birkenhage auf seinem Blog anmutunddemut. Dank an @diplix für den Link!
- Hartmut Ulrich
Frank Schirrmacher, Mitherausgeber der F.A.Z., schreibt im gedruckten Spiegel und nun auch online eine einigermaßen weinerliche Geschichte, die Appetit machen soll auf sein neuestes Buch. Darin beklagt er, dass er der Art zu denken, zu der ihn das Internet zwinge, immer weniger gewachsen sein. Das soll mir kein Anlass sein für Mitleid oder Spott - ganz im Gegenteil. Der interessante Teil des Beitrags liegt in der Erkenntnis, dass die Art und Weise, wie das Gehirn gefordert wird, es permanent beeinflusst und verändert. Schirrmacher tritt zurück und versucht sich an einem nüchternen Blick auf das, was gerade passiert. Ein Artikel, den man am besten zehn Jahre archiviert, um ihn dann hervorzuholen und nochmal zu lesen.
- Hartmut Ulrich
Die Arbeits- und Konsumgesellschaft kommt an ihre Grenzen, meint Christine Ax (jg. 1953, Philosophin und Ökonomin). Aus ihrer Sicht ist nicht ein Mangel an Bildung die Ursache der Probleme - Information und Wissen würden überbewertet, Persönlichkeitsbildung unterbewertet. Auf lange Sicht produziere dies immer besser qualifizierte Verlierer. Das eigentliche Problem liege im Wachstumsdilemma der Gesellschaft: Zum Wachstum verdammt, obwohl längst jedem klar ist, dass dies immer schwerer realisierbar ist. Christine Ax plädiert für das bedingungslose Grundeinkommen und eine Arbeitsgesellschaft, die nicht mehr nur als Konsumgesellschaft funktionieren darf.
- Hartmut Ulrich
Wer je versucht hat, mit Projektmanagementsoftware zu arbeiten, stößt irgendwann auf MS Project - und gibt es dann entnervt auf. Microsofts Wurf ist schlicht überladen, die Einstiegshürde viel zu hoch für effektiven Hausgebrauch. Und die Lizenz ist schweineteuer. Also landet man dann doch wieder bei Excel und verbringt Stunden damit, immer wieder neue Kalenderfunktionalitäten in deiner Tabellkalkulation zu basteln. Tom's Planner verspricht nun eine alternative Lösung, schneller und effektiver als Excel und deutlich einfacher als MS Project. Das werde ich mir genauer ansehen. Die Screens jedenfalls sehen interessant aus.
- Hartmut Ulrich
Potenzial zum positiven Social Media Benchmark: noa bank dekliniert “Social Media” (fast) perfekt durch - http://blog.talkabout.de/2009...
Mirko Lange, Inhaber der Münchner PR-Agentur talkabout, macht sich auf seinem Agenturblog Gedanken zur Frage, ob es eigentlich schon positive Beispiele gibt, bei denen Unternehmen Soical Media richtig einsetzen - und nicht nur als Alibi-Kommunikation. Er findet die Noa Bank und analysiert, warum das in seinen Augen ein gutes Beispiel ist. Allemal einen Blick wert.
- Hartmut Ulrich
PR-Doktor Kerstin Hoffmann fragte "Wie stiften Sie Kundennutzen?" - Hartmut Ulrich hat mal darüber nachgedacht: http://www.hartmutulrich.de/2009...
Nike, vor nicht langer Zeit noch einer der sog. Big Spender der Werbung, verabschiedet sich komplett von klassischen Offline-Werbeformen. Auch wenn man das sicherlich nicht pauschalisieren darf, so ist die Entscheidung doch ein Dammbruch: Es ist der Anfang vom Ende der alten Werbewelt. Das ist na sich noch keine Meldung, denn der hat längst begonnen. Die eigentliche Meldung ist: Er wird mittlerweile auch ernst genommen. Amir Kassaei, Kreativchef von DDB Tribal in Berlin und einer der kreativsten Werber der Welt, hat den Link zu diesem Beitrag vor einigen Tagen über Twitter an einige seiner Kollegen in den Chefetagen großer Werbehäuser geschickt mit dem Kommentar "Und nun?" Nun: Es ist ganz sicher nicht das Ende aller Kommunikation. Im Gegenteil. Ein Beitrag zum Philosophieren von Gareth Jones auf "revolutionmagazine.com".
- Hartmut Ulrich
Christiane Schulzki-Haddouti schreibt auf dem Blog KoopTech über eine weitere Kernkompetenz des Journalismus: "Ich habe vor längerer Zeit fünf journalistische Kernkompetenzen benannt, die ich heute um einen wesentlichen Faktor erweitern will - ohne den guter Journalismus nicht möglich ist: Haltung. Die fünf Kernkompetenzen sind folgende: 1. Recherche und Monitoring; 2. Die Erschließung und einfache Darstellung komplexer Zusammenhänge; 3. Trends erkennen und verständlich visualisieren, kontextualisieren, vertonen, vertexten; 4. Dialog und Moderation: Einen Diskurs, einen Dialog zwischen verschiedene Interessensgruppen anregen und moderieren; 5. Aufmerksamkeit generieren, Publizität herstellen, Veröffentlichungsprozesse beherrschen." Eine lesenwerte Ergänzung zur Diskussion darüber, was Journalismus auch in Zukunft sein kann, unabhängig vom Bezahlmodell, das dahinter steht (oder nicht).
- Hartmut Ulrich
"Der Kurznachrichtendienst Twitter bietet seit kurzem die Funktion “Listen” an. Damit kann man andere sortieren – man muss ihnen nicht einmal folgen - und, wenn man die Listen öffentlich macht, auch verschlagworten." Ob diese Listen sich durchsetzen, ob Twitter an sich eine Chance gegen z.B. Facebook hat, das wird sich zeigen. Auf jeden Fall ermöglichen die Listen eine selektivere und gezieltere Themenauswahl auch ohne Zusatztools.
- Hartmut Ulrich
RT @PickiHH Wenn man einen Friedhof neu organisieren möchte, macht es keinen Sinn die Leichen zu fragen. #Medientage
Interessante Diskussion unter PR-Experten auf dem Weblog massenpublikum.de, ob es überhaupt sinnvolle Social-Media-Kampagnen geben kann, wenn ja, was 2009 positive oder native Beispiele gewesen sein könnten, und ob die Kommunikationsaktivitäten von Unternehmen im Netz auch dann immer persönlich und verbindlich sein können bzw. müssen, obwohl eindeutige Verkaufsziele dahinter stehen.
- Hartmut Ulrich
Wein und Wasser: Warum es in einer offenen Medienlandschaft mehr Qualität gibt - http://carta.info/16420...
"Die Medienlandschaft des Internets öffnet den Qualitätswettbewerb für Alle. Der Netz-Effekt: Mehr gute Inhalte. Genau das ist das Problem der Medienunternehmen, die zuviel Durchschnitt produzieren." Eine brillante Analyse vom US-Medienexperten Umair Haque auf CARTA (auf Deutsch), nicht unbedingt neu aber angesichts der jüngsten Debatten um das Leistungsrecht auf jeden Fall lesenswert. Grundidee des Beitrags ist der Vergleich von Medienangeboten mit Wein (gute journalistische Inhalte) und Wasser (fade Beimischung), und was das Internet für diesen "Getränkehandel" bedeutet. "Im Netz sind die neuen schlechten Angebote nicht dramatisch schlechter als die in den klassischen Medien, aber die guten sind um einiges besser. In einer offenen Medienlandschaft gibt es daher im Endeffekt – mehr Qualität."
- Hartmut Ulrich
Wir werden noch gar nicht so alt geworden sein, wenn "was mit Medien" zu machen als hoffnungslos gestrig gilt. #freitagsgrübel
Klaus Eck macht sich ein paar Gedanken über Sinn oder Unsinn von Internetsperren für Mitarbeiter und Angestellte. Ergänzt durch einen ebenso lesenswerten Kommentar von Stefan Fink.
- Hartmut Ulrich
Wieder mal ein sehr lesenswerter Artikel von Digital Conversation, die darlegen, warum es nicht damit getan ist, irgendwie mit dabei zu sein bei Social Media. Was der Beitrag aber auch nicht genau sagt: Dass es sehr oft die Unternehmen selbst sind, an deren Kommunikationskultur jedes Social-Media-Konzept zum Scheitern verurteilt ist, weil einfach die Kultur nicht passt und keine Policies existieren.
- Hartmut Ulrich
Während sich die Optimisten nach amerikanisch-optimistischem Vorbild ausmalen, was eine Plattform wie Google Wave für Chancen birgt, sprechen die Kulturpessimisten mal wieder darüber, dass sie das alles schrecklich überfordert, und dass doch langsam mal Schluss sein müsste mit der fortschreitenden Komplizierung der Dinge. Was der schöne Artikel auf Spiegel online allerdings nicht sagt: Dass es früher oder später Leute geben wird, die solche Systeme mit völliger Selbstverständlichkeit bedienen und benutzen werden. Nur eben nicht die, die heute schon darüber jammern. Die werden sich früher oder später wundern, dass sie abgehängt sind - keineswegs jedoch alle.
- Hartmut Ulrich
news aktuell bietet "Pressemeldungen und -bilder" in Social-Media-Diensten "zusätzlich zu klassischen Kanälen" Leider nichts verstanden!