"Ich selbst nutze das US-Netflix über VPN und habe Watchever noch nicht genutzt. Da Watchever wie die anderen Dienste aber monatlich gekündigt werden kann, sehe ich nicht, warum man es nicht testen sollte. Wechseln kann man später immer noch, sollte es doch nicht überzeugen."
- Marcel Weiß
"Sehe ich ähnlich. Besonders die Produktpalette bei etwa den Smartphones von Samsung umfasst ca. 53 Fantastilliarden verschiedene Geräte, die von Galaxy-Highend bis extrembillig reichen. Die Zahlen sind, außer als Blogpostaufhänger, ziemlich nutzlos. Das LG weit(!) vor Samsung, Apple und Nokia landet, ist auch nicht 'überraschend', sondern eher ein Indiz für die Murksigkeit dieser Erhebung."
- Marcel Weiß
"Wobei die wenigsten Dienste jederzeit benutzt werden müssen und erst recht nicht von der gesamten Bevölkerung um erfolgreich/profitabel/nachhaltig/younameit zu sein. (Statt Tumblr/Twitter würde ich als Default eher Youtube reinnehmen.)"
- Marcel Weiß
"Stimmt. Wobei deine Aussage im Kommentar genau so für das selbstpublizierte E-Book mit On-Demand-Print zutreffen kann wie für das im klassischen Verlag herausgebrachte Printbuch, sich deine Quizfrage aber auch auf die Wahl des klassischen Vertriebs bezog und die kann man meines Erachtens hier nur damit erklären, dass man es auf bestimmte abgeschottete Zielgruppen abgesehen hat. :)"
- Marcel Weiß
"Stimmt, war nur impliziert. :) Explizit: Weil man mit einem Printbuch, das über traditionelle Wege vertrieben wird, Bevölkerungsschichten, wichtige Bevölkerungsschichten, erreicht, die man über andere Wege schlicht nicht erreicht. Die Schirrmacher-Rezension ist Indiz dafür: Die hätte es mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht gegeben, wenn es kein traditionelles Buch wäre. Und Schirrmacher wiederum findet immer auch in der Print-FAZ statt und nicht nur auf faz.net, wo du und ich ihn wohl lesen. Die Informationszirkulation (und damit alles, was an der Konstruktion von Öffentlichkeit und Gemeinschaft hängt) findet gerade dort, wo die Macht ist, immer noch auf Papier statt oder maximal, wenn man gerade geografisch nicht in der Nähe der eigenen Print-Abos ist, im E-Paper auf dem iPad."
- Marcel Weiß
"Und dann passiert, was Carsten Pötter schreibt: "Und irgendwann kommt ein Anbieter wie Google vorbei und baut ein Netz wie in Kansas City oder Austin. Nicht flächendeckend, sondern in großen Städten, klar. Und als Ergebnis werden wir ein “Leistungsschutzrecht” für Carrier bekommen, weil Deutsche Telekom und Co. anfangen werden zu heulen." http://carstenpoetter.de/post/..."
- Marcel Weiß
"Absolut richtig, Thierry. Dass ich damals nicht beachtet habe, ist im Nachhinein unverzeihlich. Wie du schon mal im neunetzcast sagtest, die ÖR verstecken sich recht gut im Hintergrund. (Ein Grund dafür, und ein Ansatz von Verteidigung, liegt darin, dass jeder im Hinterkopf weiß, dass das System der ÖR, Bürokratie die es ist, praktisch unveränderbar ist. Aber ja, sie müssen in die Debatte dringendst einbezogen werden.)"
- Marcel Weiß
"Ich finde es fast noch interessanter, dass erst so etwas offensichtliches wie das Ende vom Reader passieren muss, damit auch die Letzten zu solchen Schlüssen kommen, wie du oben beschreibst. Das Verhalten von Google war schon lang wie the writing on the wall sichtbar. (Jahrelange Stagnation von Reader, die irreführende Android-Propaganda, Google Play, wie G+ konstruiert ist und was G+ explizit fehlt (RSS zB) etc. pp.)"
- Marcel Weiß
"Ich bezeichne Morozov im Text als einen "sehr intelligenten Kritiker" der "an einigen Stellen berechtigte Kritik" und "scharfe Analyse" übt. Ich gebe ihm auch recht, dass es fast immer Quatsch ist vom 'dem Internet' zu sprechen und auch sein 'solutionism'-Vorwurf ist an manchen Stellen berechtigt (wie zB auch Madrigal in seiner Kritik ausführt). Ich habe mich im Text auf Morozovs Art, einen Diskurs zu führen, beschränkt. Weil diese Art, also die konstanten persönlichen Angriffe, von den Feuilletons gleichzeitig begrüßt und bei der Bewertung von Morozov ausgeblendet werden. Zusätzlich schiesst er (nicht nur, aber auch damit) über das Ziel hinaus. Ich halte ihn für weitaus intelligenter als etwa Larnier oder gar den Dummschwätzer Keen, der seinerzeit lediglich erfolgreich einen Medienhack durchführen konnte, weil die Feuilletons der westlichen Welt bei digitalen Themen intellektuell am Ende sind und leicht unterlaufen werden können. Morozov ist um Längen klüger und schreibt wichtigere..."
- Marcel Weiß
""Und natürlich, kann ich keiner anderen Band verbieten meine Lieder nachzuspielen." Warum ist das "natürlich" und das andere verboten? Wo liegt der entscheidende Unterschied?"
- Marcel Weiß
"Die Artikelreihe erscheint leider immer prophetischer, oder? Ich habe nur geringe Lust, das noch einmal aufzuarbeiten. Die, am Ende mehr oder weniger erfolglose, Behandlung des LSR von mir, die ich hier intensiv seit dem Sommer 2012 betrieben habe, hat an meinen Kräften gezehrt. Alte Rants aufwärmen würde meinem Gemüt nicht den ( gerade notwendigen) Auftrieb geben."
- Marcel Weiß